Sozialgericht Dortmund – langjährige Verfahrensdauer27.07.2009
Die Verfahrenszeiten am Sozialgericht Dortmund erreichen mittlerweile ein immenses Ausmaß. In einem Verfahren aus dem Jahr 2005 (S9KA25/05) liegt auch nach fast 4 ½ Jahren immer noch kein Urteil vor. Die Frage, was ein langjähriges Verfahren noch mit Rechtsstaatlichkeit zu tun hat, bleibt zu diskutieren. Ein Interview unter anderem zu dieser Problematik lehnte der Präsident des Sozialgerichts - Martin Löns – jedoch ab. Herr Löns, der Wert auf korrekte Zitate legt, befürchtet eine „wenig zuverlässige Wahrnehmung/Wiedergabe von Sachverhalten und Äußerungen“. Er halte daher „die konkrete Interviewanfrage für wenig zielführend“. Eine sozialpolitische Diskussion sei „nicht in erster Linie Aufgabe eines Gerichtsleiters“. Die Absage ist insofern bezeichnend, als dass man zumindest ein gewisses Problembewusstsein bei einer Person dieses Amtes voraussetzen würde, anstatt aufgezeigten Defiziten mit Kritikempfindlichkeit zu begegnen. Zur Aufgabe eines Gerichtsleiters mag die sozialpolitische Diskussion nicht zwingend gehören, die Beachtung einer gewissen Verhältnismäßigkeit im zeitlichen Ablauf der eingehenden Klagen wird aber auch vom Dortmunder Gericht zu beachten sein. Das genannte Verfahren ist keineswegs ein Einzelfall, bei denen es keineswegs um Bagatellen geht. Löns bemerkt dazu, dass die „Laufzeiten der Verfahren sich zwar in der letzten Zeit erhöht haben, im ersten Halbjahr 2008 aber im Durchschnitt aller Verfahren noch immer knapp unter 1 Jahr lagen.“ Zuzugeben sei, dass die Verfahrenszeiten auf dem „Gebiet des Vertragsarztrechts sich aus verschiedenen Gründen nicht so günstig darstellen“. Dr. Werner Pötter Gesundheitsgespräch: Ambulantes Operieren und Schmerztherapie im Märkischen Kreis21.04.2009
Um die aktuellen Unzulänglichkeiten im Gesundheitswesen und deren Auswirkungen auf Wartezeiten und bei der zukünftigen Behandlung der Bevölkerung einer öffentlichen Diskussion zuzuführen, laden die CDU-Arbeitskreise Soziales und Demographie alle interessierten Bürger zur Teilnahme einer Informations- und Diskussionsrunde sehr herzlich ein am 29. April 2009, 15:00 Uhr in die Schützenhalle / Restaurant Am Loh Reckenstraße 6 in Lüdenscheid
Dr.med. Frank Mewes "Honorarentwicklung bei ambulanten Operationen am Beispiel der Polypenentfernung" Dr.med. Uwe Grossmann "Zukunft der Schmerztherapie in der Anästhesiepraxis" Über eine kurze Mitteilung (gerne per email) zur Teilnahme wären die Veranstalter dankbar und freuen sich auf ein zahlreiches Erscheinen. Susanne Mewes internetpost@susannemewes.de Leiterin AK Demographie Margarete Rehm margarete.rehm@t-online.de Leiterin AK Soziales Hautkrebs-Screening01.09.2008 Seit dem 1.7. ist das Hautkrebsscreening gesetzlich festgeschriebene Früherkennungsuntersuchung. Alle Paitenten ab dem 35. Lebensjahr können sich alle zwei Jahre auf Hautkrebs und seine Vorstufen untersuchen lassen. Die Untersuchung kann bei besonders fortgebildeten Ärzten erfolgen. Das kann sowohl der Hausarzt als auch der Dermatologe sein. Das Ärztenetz MK-Süd hat jetzt nochmals eine Fortbildungsveranstaltung für Hausärzte organisiert, so dass die Patienten die Möglichkeit haben, rasch zu ihrer Früherkennungsuntersuchung zu kommen. Es handelt sich um eine Inspektion der gesamten Haut, so dass für die Patienten keinerleit Unannehmlichkeiten entstehen. Die Untersuchung wurde in die Gruppe der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen aufgenommen, weil Hautkrebs früh erkannt sehr gute Aussichten auf vollständige Heilung hat. Darmkrebs schon ab 40 häufig12.07.2008
Eine amerikanische Studie an über 500 Patienten hat jetzt gezeigt, dass Darmkrebserkrankungen nicht erst – wie häufig angenommen – bei älteren Paitenten auftreten. Schon ab dem 40 Lebensjahr sind bösartige Darmerkrankungen häufig. Ärzte bilden sich im Thema Wundmanagement fort12.07.2008
Mit einer Veranstaltung zum Wundmanagement hat das Ärztenetz jetzt seine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen fortgesetzt. Netz-Ärzte und viele Praxismitarbeiterinnen trafen sich, um das Neueste zur Versorgung chronischer Wunden zu erfahren. Winfried Pohl, Referent des Nachmittags räumte alt Hergebrachtes aus. Das Konzept der feuchten Wundheilung mit modernen Wundverbänden führte er den Teilnehmern am Kurs auch praktisch vor. Das sich kostenbewusste Behandlung und Einsatz moderner Therapie nicht ausschießen wurde den Teilnehmern ebenfalls klar. „Richtig eingesetzt sparen moderne Wundverbände sogar Kosten ein, weil Sie in der Regel erst nach Tagen gewechselt werden müssen,“ erkärte Winfried Pohl. Polymorphe Lichtdermatose - Sonnenallergie05.05.2008
„Allergisch“ gegen die Sonne – Lichtgewöhnung kann helfen Euro-Melanoma Tag05.05.2008
Der 5. Mai ist „Euro-Melanoma-Tag“. An diesem Tag weisen Hautärzte in ganz Europa in besonderer Weise auf die Gefahren durch Hautkrebs hin. Auch die Lüdenscheider Dermatologen beteiligen sich an dieser Kampagne. Am „Euro Melanoma-Tag“ klären sie in den Praxen über Möglichkeiten der Früherkennung auf. Die Hautärzte versorgen ihre Patienten mit besonderem Aufklärungsmaterial zum Euro-Melanoma-Tag. Die Verbreitung der Auwaldzecke schreitet voran30.03.2008
Die zunehmende Verbreitung der Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) neben der einheimischen Zecke (Ixodes ricinus) zwingt zur erhöhten Aufmerksamkeit. Die Ausbreitung der Auwaldzecke innerhalb Deutschlands nimmt zu. Es ist ein Trend der Ausbreitung vom Süden in den Norden zu beobachten. Neben Kleinnagern, Hasen und Wildschweinen sind auch Hunde Wirtstiere dieses Parasiten. Die ausgewachsene weibliche Zecke ist ungefähr dreimal so groß wie die einheimische Zecke, das Rückenschild ist hell mit einer braunen streifigen Tüpfelung. Die männlichen Zecken werden von einem kompletten Rückenschild bedeckt, welches eine blaugrau Zeichnung trägt. Im Gegensatz zum "Holzbock" betreibt die Auwaldzecke eine aktive Beutesuche. Es konnte beobachtet werden, dass sich weibliche Auwaldzecken im Umkreis von einem Meter auf ihre Beute zubewegen. Bedeutung erhält die Auwaldzecke als Überträger verschiedener Erkrankungen. Erreger des Fleckfiebers und der Hundebabesiose (Hundemalaria) können übertragen werden. Desweitern stehen die Auwaldzecken im Verdacht ein Toxin während des Stichs zu verabreichen, was zu schmerzhaften Schwellungen an der Stichstelle führen kann. Da die Behandlung der möglichen Infektionen nicht banal ist, kommt es besonders auf die Praevention an. Gerade in den Gebieten Süddeutschlands und Brandenburg ist eine Inspektion der Haut nach Besuchen von Feld und Wald empfehlenswert. Selbstverständlich gilt das nicht nur für den Mensch, sondern auch für seinen begleitenden Hund. Für Hunde empfiehlt es sich auch entsprechende parasitenabwehrende Mittel auf die Haut zugeben. Für Näheres sollte man Kontakt mit seinem Tierarzt aufnehmen. Grundsätzlich gilt: Bei Infektionszeichen einen Arzt zu konsultieren. Magen-Darm-Erkrankungen durch das Norovirus30.03.2008
Das Norovirus ist ein Krankheitserreger, der zu einer akuten Magen-Darm-Erkrankung führt. Hauptsymptome sind akute, wässrige Diarrhoen (Durchfälle), Erbrechen (häufig explosiv) in über 50% der Fälle, Bauchkämpfe sowie grippale Symptomie (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, allgmeines Krankheitsgefühl). Der akute und heftige Beginn der Symptome dieser 12 - 60 Stunden dauernden Erkrankung sind typisch. Während Tag 1 und 2 dabei intensive Krankheitssymptome zeigen, klingen diese in der Regel schon am 3. Tag wieder drastisch ab. Die mittlere Inkubationszeit beträgt 15 - 48 Stunden, wobei die Übertragung dieser hochansteckenden Erkrankung neben kontaminierten Lebensmittel auch aerogen ("durch die Luft") erfolgen kann - schwallartiges Erbrechen spielt in der Verbreitung eine besondere Rolle. Ältere Menschen und Kinder sind durch den sehr ausgeprägten Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ebenso gefährdert wie abwehrgeschwächte Patienten. Die Therapie besteht neben der Gabe von üblichen Magen-Darm-Mittel wie MCP oder Loperamid vor allem in der Gabe von Flüssigkeit, da gerade die Durchfälle und das Erbrechen zu erheblichen Flüssigkeitsverlusten führen. Zum Flüssigkeitsersatz ist vor allem Mineralwasser zu empfehlen, während Tees eher harntreibend sind und dadurch den Volumenmangel nicht ausgleichen können. Zu beachten ist, dass mehrere Liter (mindestens 3) täglich getrunken werden. Ist das nicht mehr möglich, werden Infusionen gelegt - in der Regel im Rahmen einer stationären Behandlung. Eine Behandlung mit Antibiotika oder virusbekämpfenden Medikamenten ist nichtwirksam - eine Impfung gibt es noch nicht. Die Infektion ist meldepflichtig, der Erreger kann in einer Stuhlprobe direkt nachgewiesen werden. Eine rechtzeitige Diagnose ist gerade für stationäre Einrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime wichtig, um durch geeignete Hygienemaßnahmen ein Ausbreiten zu verhindern. Dr. Werner Pötter Schutz vor Gebärmutterhalskrebs durch Impfung04.03.2008
Ein erster Impfstoff zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, dem Zervixkarzinom. Seit Oktober 2006 steht in Deutschland eine erste Impfung zur Verfügung, die vor der Infektion mit den beiden häufigsten an der Krebsentstehung beteiligten HPV-Typen schützt, HPV16 und 18. Die Ständige Impfkommission (STIKO) im Robert-Koch-Institut (www.rki.de) empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomviren für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Frauen, die nicht zu dieser Altersgruppe gehören, könnten ebenfalls von einer Impfung profitieren. Hier läge es allerdings in der Verantwortung des Arztes, die Patientinnen über Nutzen und Risiken der Impfung auf Basis der Impfstoffzulassung hinzuweisen. Aufgabe der STIKO ist es, Risiken und Nutzen von Impfstoffen abzuwägen und je nach Sachlage bundesweite Empfehlungen zu erteilen. Mit In-Kraft-Treten der Gesundheitsreform (www.die-gesundheitsreform.de) am 1. April sind die gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet, die Kosten für öffentlich empfohlene Impfungen zu übernehmen. Die Empfehlung der STIKO dient als Grundlage für den Gemeinsamen Bundessausschuss (GBA, www.g-ba.de), der festlegt, in welchem Umfang die Impfung als Pflichtleistung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden muss. Die Entscheidung des GBA wird bis zum 30. Juni erwartet. Bis dahin gelten weiterhin die individuellen Regelungen der Krankenkassen zur Kostenübernahme der Impfung. Privatversicherte Personen müssen bei ihrer jeweiligen Kasse erfragen, ob und für welchen Personenkreis die Kosten für die Impfung übernommen werden. Die Impfung richtet sich in Deutschland vorrangig an Mädchen und jüngere Frauen, vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Bei ihnen ist mit großer Sicherheit davon auszugehen, dass keine Infektion mit den hauptsächlich sexuell übertragenen humanen Papillomvirustypen vorliegt: Der HPV-Impfstoff scheint weniger wirksam bei jungen Frauen, die schon einmal mit einem der HPV-Typen 6, 11, 16 oder 18 infiziert waren. Den vollständigen Text finden Sie unter: Krankenkassen übernehmen Reise-Impfungen04.03.2008
Reise-Impfungen mussten bisher aus eigener Tasche bezahlt werden. Einige gesetzliche Krankenkassen haben sich jetzt dazu entschieden Reise-Impfungen zu bezahlen. Dazu gehören die Techniker Krankenkasse(TK), die DAK und die Kaufmännische Krankenkasse Hannover (KKH). Sie übernehmen die Kosten für Impfungen, die von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen werden. Zum Beispiel Impfungen gegen Typhus, Gelbfieber, Cholera, Hepatitis A und B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis und FSME. Nach eigenen Angaben zahlen TK und DAK auch die sehr teure Malaria-Prophylaxe. Der Patient bekommt weiterhin eine Rechnung vom Arzt, kann die Rechnung aber bei seiner Krankenkasse einreichen. Um sicher zu gehen, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, sollte man vorher bei seiner Krankenkasse anfragen. Weiteres zum Thema Imfung finden Sie hier |







