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Die Akupunktur ist eine der faszinierendsten Heilmethoden, die vor über 4000 Jahren von chinesischen Ärzten hervorgebracht wurde. Durch Einstechen von Nadeln (Gold, Silber und Stahl) in den Körper soll Heilung und Schmerzlinderung erreicht werden. Es gibt mehr als 360 festgelegte Akupunktur-Punkte wo die Nadeln unterschiedlich tief in das Körpergewebe eingestochen werden und dort, unbewegt oder unter Drehung, ca. 20 - 40 Minuten verbleiben.
Über die Grenzen des chinesischen Kulturkreises hinaus wird die Akupunktur auch in der westlichen Welt erfolgreich eingesetzt und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei über 40 Krankheiten, insbesondere chronischen und Schmerzerkrankungen empfohlen. Neuere Forschungsergebnisse belegen die Wirksamkeit dieser Methode; auch Akupunkturpunkte selbst konnten wissenschaftlich nachgewiesen werden. Schwerpunkte auch der modernen Akupunktur sind jedoch die alten Erfahrungen mit dieser Regulationstherapie, die inzwischen - Kritikern der Methode zum Trotz - einen festen Bestandteil auch in unserer Medizin darstellen. Zerstörtes Gewebe vermag die Akupunktur nicht zu heilen, wohl aber funktionelle Defekte "reparieren". Ein gebrochener Knochen kann mit ihrer Hilfe nicht gerade zusammenwachsen, aber z.B. Schmerzen, Schwellung oder Entzündungen können so beeinflusst werden. Akupunkturreize hemmen bereits auf Rückenmarksebene die Weiterleitung von Schmerzreizen an das Gehirn. Körpereigene Schmerzhemmstoffe wie Endorphine u.a. verändern den Schmerz auf humoraler Basis. Neben einer Schmerzlinderung sind unterschiedliche Punkte in der Lage psychisch ausgleichend, entzündungshemmend oder immunstimulierend zu wirken. Akupunktur wirkt beruhigend auf das vegetative Nervensystem und führt damit zu einer Entspannung verkrampfter Muskulatur und zur Regeneration geschädigter Gewebe. Ergänzend hierzu ist die Neuraltherapie nach Huneke oft hilfreich. Dres.med. F.Mewes/M.Stöckl/U.Grossmann *Praxisklinik am Rathausplatz*Lüdenscheid |







