Darmkrebs verhindern- durch Vorsorge und FrüherkennungVorsorge-Darmspiegelung ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen Felix Burda, der Sohn des Verlegers H. Burda, war erst 33 Jahre alt, als er im Februar 2001 an Darmkrebs starb. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, sein Schicksal öffentlich zu machen, um Menschen zur Vorsorge zu motivieren. Er war einer von 30.000 Menschen, die jedes Jahr an Darrnkrebs versterben. Bei ca. 55.000 Menschen wurde dieser Tumor 2001 festgestellt. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Kaum eine andere Tumorart kann in ihren Vorstufen so gut erkannt und in ihren Frühformen so erfolgreich behandelt werden wie Darmkrebs. 95% aller Darmtumoren entstehen aus langsam wachsenden Polypen. Diese Polypen können während einer Darmspiegelung festgestellt und entfernt werden. Patienten mit einem noch nicht fortgeschrittenen Tumor heilt der Bauchchirurg allein durch Entfernung des erkrankten Darmanteiles. Warum sterben Patienten an den Folgen des Darmkrebses?Häufig werden Tumoren zu spät erkannt, weil der Dickdarm und damit einhergehende Beschwerden noch immer ein Tabu darstellen. Stuhlgangunregelmäßigkeiten werden ignoriert, Blut im Stuhl auf Hämorrhoiden zurückgeführt. An bisher vorhandenen Vorsorgemaßnahmen (,‚Test auf Blut im Stuhl“) nehmen weniger als 40% der Frauen und nur 18% der Männer teil. Stattdessen sollten „Blut im Stuhl“ und sich ändernde Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder eine Blutarmut umgehend zur Untersuchung des Darmes Anlass geben. Eine Darmspiegelung („Coloskopie“) kann die Ursachen der Beschwerden aufklären, Vorformen des Darmkrebses (,‚Polypen“) erkennen und entfernen sowie Frühformen des Darmkrebses diagnostizieren. Die Coloskopie hat sich als effektivstes Untersuchungsverfahren erwiesen! Mittlerweile haben wir mehr als 4000 Vorsorge-Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse sind überzeugend:Jeder 100. beschwerdefreie Patient hat einen Darmkrebs und bei jedem 8. Patienten finden wir relevante Darmkrebsvorstufen, die wir sofort entfernen können. Aber: bisher konnten fast alle Patienten durch Entfernung bösartiger Polypen von uns oder vom Chirurgen geheilt werden. Dies macht deutlich: an den Folgen des Darmkrebs muss heute kaum noch jemand versterben, wenn er früh genug zur Vorsorgeuntersuchung geht! Was ist zu tun?
Ein solch konsequentes Vorgehen senkt Ihr Risiko an Darmkrebs zu versterben eindrucksvoll. Keine Angst vor der Darmspiegelung beim Spezialisten! Manche Patienten haben Angst vor einer Darmspiegelung, weil sie gehört haben, dass diese Untersuchung schmerzhaft sein soll. Dies sollte in spezialisierten Untersuchungszentren, z. B. bei Gastroenterologen, nicht mehr zutreffen. Zwar muss jeder vor der Untersuchung durch abführende Maßnahmen sorgfältig den Darm säubern. Die Untersuchung selbst — von erfahrenen Untersuchungsteams ausgeführt — ist sicher und kann durch eine „Kurznarkose“ mittlerweile völlig schmerzfrei durchgeführt werden. Sie kann jederzeit ambulant und bis ins hohe Alter erfolgen. Es liegt bei Ihnen, dieses Angebot wahrzunehmen und „dem Darmkrebs Paroli“ zu bieten Melden Sie sich an und nutzen Sie die Möglichkeit der Vorsorge-Untersuchung . Dr. med. Moritz Müser – Internist / Schwerpunkt Gastroenterologie |







